Habaneros und Thai-Chilis sind zu scharf, die langen roten fleischigen Schoten, wie man sie im türkischen Lebensmittelhandel bekommt, eignen sich gut.
Erst brät man 3 gewürfelte Zwiebeln mit 600g gewürfelter Leber sanft in Olivenöl an
(nicht zu scharf, damit die Leber nicht hart wird),
dann gibt man 100g in dünne Scheiben geschnittenen Peperoni zu.
Nach dem Schneiden der Peperoni unbedingt die Hände gründlich mit Seife waschen,
um das Capsaicin abzuspülen!
Nach einer Weile löscht man mit 500g passierten Tomaten ab und
rührt 100g Tomatenmark ein.
Jetzt kann man mit Salz und Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, Rosmarin und Nelkenpfeffer nach Lust und Laune würzen.
Eine "südländische" Note sollte gewahrt werden, das passt gut zur Schärfe.
Dann 500ml Rotwein nach und nach zugeben, er sollte den Kochvorgang nicht unterbrechen.
Die Hitze runterdrehen und alles lange köcheln und eindicken lassen, bis zu einer Stunde.
Mit etwas Zucker und einem Schuss Weissweinessig abschmecken,
bis man die richtige süß-saure Note gefunden hat.
Die Schärfe sollte spürbar sein, ohne im Vordergrund zu stehen, sie sollte sozusagen "im Subtext mitschwingen". Ich finde, dass Leber mit ihrem kräftigen Geschmack und die Schärfe frischer Peperoni sehr gut harmonieren. Letztendlich hat da aber jeder seine persönliche "Schmerzgrenze". Wie auch ein Chili, schmeckt das Ragout einmal aufgewärmt am besten und ist im Topf lange haltbar (gekühlt ca. eine Woche).
Eine gute Methode, größere Mengen frischer Leber zu verarbeiten.
Ich serviere es auf einem Bett aus Bandnudeln oder Reis, aber auch Kartoffelbrei,
Gnocchi und Polenta eignen sich.
Achtung: sehr sättigend!
Das Rezept empfiehlt sich, um Leber auch denen schmackhaft zu machen,
die vor einem Stück gebratener Innereien auf dem Teller zurückscheuen,
denn durch das sanfte Einkochen bekommt die Leber einen feinen,
süßlichen und "tomatigen" Geschmack.










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